Clarkson University

Ja, endlich ein neuer Eintrag, während der letzten Woche war viel zu viel los, um einen Bericht über mein letztes Wochenende abzugeben.

Besagtes WE hat für mich schon am Donnerstag angefangen, da ich nur den halben Tag im Büro war und mich Tamsen gegen Mittag zum Dulles Airport gefahren hat, von wo aus ich mit dem Bus wieder zurück nach DC gefahren bin. 

Ich habe mir einen frischen Haarschnitt verpassen lassen. Das war gar nicht so furchtbar, wie ich befürchtet hatte, hatte aber vorher auch schon rumgefragt, wo ein einigermaßen guter Friseur ist. (da bin ich ja furchtbar pingelig) Während des Schneidens habe ich mir zwar ab und zu gedacht " wenn das nicht besser wird muss ich daheim nen Rasierer in die Hand nehmen", aber das Endresultat war ganz gut.

Danach bin ich zurück zum Campus gefahren, habe geduscht und wir sind gegen halb vier nach Norwich (Upstate NY) aufgebrochen. Wir, das heißt: Chase (mit dessen Auto wir unterwegs waren), Annika (eine sehr wohlgenährte Freundin von Chase, die den Beifahrersitz eingenommen hat), Carolyn, Andi und ich. D.h. also, wir drei (die letztgenannten) sind auf dem Rücksitz gesessen und waren bei jeder Pause extrem froh, und wieder richtig bewegen zu können. 

Aus DC hinaus sind wir nur sehr langsam vorangekommen, da der Verkehr richtig heftig war. Erst gegen 10p.m. waren wir letztlich in Norwich bei Chases Eltern. Kurz vorher sind wir auch noch von nem Cop aufgehalten worden, der Chase verwarnte, weil ein Scheinwerferlicht kaputt war (was aber erst Minuten zuvor geschehen sein konnte, da Chases Bruder Max, den wir kurz getroffen hatten, sich sicher war, dass der Scheinwerfer da noch funktionierte) Annika hatten wir dann in Norwich abgestzt, sie war erst wieder bei der Rückfahrt am Sonntag dabei.

Bei den Dragoons gab es ne gute, selbstgemachte Lasagne und wir haben uns die letzten drei Innings des Baseballspiels Red Sox gegen Tampa Bay angesehen. (die Red Sox haben eine tolle Aufholjagd hingelegt und gewonnen). Gegen halb eins sind wir ziemlich fertig ins Bett gefallen.

Am nächsten Morgen gab es erst mal ein gutes Frühstück und wir haben in der Grundschule vorbeigeschaut, wo Chases Mutter unterrichtet und kurz ihre Klasse besucht. Dann mal wieder tanken und über Landstraßen weiter nach Potsdam, wo sich die Clarkson University befindet, Chases und Carolyns Homeschool. Gegen 2:30 p.m. sind wir angekommen, haben uns bei Carolyns Freundinnen Hoops, Kristi und Erika in derem Apartement in der "Stadt" (eine Hauptstraße, vier Colleges bzw. Universities) einquartiert. Dann haben Andi und ich (da wir über 21 sind) Bier gekauft und sind mit Rihan, Mike und Kris (drei Freunde von Chase) ins "Fields" gegangen. Dort hab ich mir nen sehr guten Kaffee (riesiger Pott) und ein riesiges Brownie-Stück genehmigt  In der Folge sind wir zum Campus gefahren, wo wir gegen 5 p.m. mit beer-pong begonnen haben. (keine College Party ohne Trinkspiele!) Sehr lustig. Später am Abend haben wir bei den Mädels Pizza gegessen und - wieder zurück am Campus - permanent Bier getrunken. Gegen elf sind wir noch zu ner Frat-Party aufgebrochen, die im Keller eines Frat-Hauses stattgefunden hat. Und auch dort: zwei große, runde Tische, an denen je ca. 16 Parteien beer-pong gespielt haben. Ein Erlebnis, auch wenn die Musik so richtig beschissen war. (nur Black und Hiphop) Bei den drei "Rock"Songs (u.a. auch Sweet Caroline von Neil Diamond) haben aber Alle im Gegensatz zu den restlichen Liedern lauthals mitgegrölt, weshalb ich nicht verstehen kann, dass die sich immer nur den Mist anhören. Aber was solls.

Andi und ich sind (als sich die Reihen insgesamt schon stark gelichtet hatten) gegen 1 Uhr zu unserem Schlafplatz aufgebrochen, der nur 5 min entfernt war. Wir haben uns noch ein wenig mit den Mädels unterhalten, Pizza gegessen und dann geschlafen.

Der nächste Tag hat für mich gegen 11:30 a.m. begonnen, da mich die anderen lang schlafen ließen, als ich nicht durch den "Lärm" bei deren Frühstück aufgewacht bin. Habe dann den Tag mit Pizza begonnen und Andi und ich haben uns mit Chase und den Jungs am Campus geroffen, wo wir ein wenig versucht haben, Baseballspielen zu üben. Echt super, wenn man irgendwann endlich mal den Ball in hohem Bogen irgendwo in den Wald haut!

Während die anderen für das BBQ am Abend eingekauft haben und Andi die amerikanische Errungenschaft Wal-Mart nähergebracht wurde, habe ich mich ein wenig abgesetzt und mir bei Fields in der Stadt wieder Kaffee und Brownie gegönnt, Musik gehört, gelesen und bin meinen Gedanken nachgehangen, während ich das Treiben auf der Straße beobachtet habe: Bärtige Männer in alten Pick-Ups, die - einen Hund auf dem Beifahrersitz oder auf der Ladefläche - die Straße "entlangblubbern" (V8!), ein kalter, aber sehr sonniger Herbsttag mit fallendem Laub und einige Jungs mit coolen Downhillbikes, die gerade auf dem Weg zum nächsten Trail waren.Amerika, wie ich es mir sehr gerne vorstelle! Hat mich ein wenig an Alaska erinnert.

Irgendwann kamen die anderen vorbei und wir sind am Campus ein wenig mit Rihan, Kris und Mike rumgehängt und haben mit dem BBQ begonnen. (der Grill war ein halbes Fass, dass auf einem alten, zum Anhänger umfunktionierten Race-Buggy monitert war. TolleKonstruktion.) Chase hat sich derweil mit seiner Ex-Freundin getroffen und ist später wieder zu uns gestoßen. Natürlich hat der ganze Abend wieder einige Bier beinhaltet und zum Abschluss haben sich Andi und ich uns entschlossen, noch ein wenig mit den Mädels zu feiern, wofür wir zurück zu deren Haus gelaufen sind (ca.  30min, nachts ist es schon recht kalt, ein wenig über Null). Dort angekommmen mussten wir aber feststellen, dass Carolyn schon schläft und wir haben uns mit Kristi und Hoops bei der Baglery nach einer dreiviertel Stunde Anstehen Pizzabagels besorgt.

Am Sonntag haben wir gegen halb elf unsere Sachen gepackt und danach beim Village Diner deftig gefrühstückt. Nach ein paar Fotos im Laub, Treffen mit Kris und Rihan und anderen Ferunden von Chase sind wir letztlich gegen 2p.m. in Richtug DC aufgebrochen, allerdings nicht, ohne bei einem Autohändler anzuhalten und den Dodge Challenger R/T (Schwarz) etwas näher zu begutachten. (war nicht die SRT Version, deshalb nur rund 375 hp) Dieses Auto.....!

In Syracuse haben wir dann Annika wieder aufgegabelt (da war es also wieder mit der Beinfreiheit vorbei) und etwas weiter südlich  noch Carolyns Eltern getroffen, die uns mit Sandwiches versorgt haben. Etwa gegen Mitternacht waren wir wieder in DC, also nach rund 10 Stunden Fahrt.

Das Fazit des Wochenendes: super Brownies, viel Spaß, tolle Natur, coole Leute, ein Roadtrio und über 20 Bier! (wir sprechen von 0,35 l)

Ich freue mich auf Thanksgiving bei Chase auf dem Land!

26.10.08 20:17

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen
Werbung